GaLa-Q: Sozialpartnerschaftliche Qualifizierungsinitiative Garten- und Landschaftsbau

Branche

Garten- und Landschaftsbau


Projektdurchführung

Internationales Institut für Empirische Sozialökonomie gGmbH (INIFES)

Haldenweg 23
86391 Stadtbergen

Projektleitung:
Daniela Schneider
Alexander Kühl


Laufzeit

01.10.2016 - 30.09.2019


Durchführungsorte

  • Bad Rothenfelde
  • Erkrat
  • Essen
  • Mötzingen
  • Schmallenberg
  • Villingen-Schwenningen
  • Wuppertal

Handlungsfeld

  • Aufbau von vernetzten Weiterbildungsstrukturen in KMU

Kurzbeschreibung des Projekts

Projektziele:

Die Projektpartner entwickeln und erproben im Projekt GaLa-Q unter Beteiligung von KMU Weiterbildungsstrukturen zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs im Garten- und Landschaftsbau. Für diese Aufgabe wird der Qualifizierungsbedarf unter Berücksichtigung unterschiedlicher Stakeholder (Interessengruppen) und Zielgruppen (im Sinne des ESF) analysiert und aufbereitet. Darauf aufbauend werden Qualifizierungskonzepte erarbeitet.

Das Projekt verfolgt im Wesentlichen die grundlegenden Zielsetzungen der Sozialpartnervereinbarung:

• Entwicklung und Implementation neuer, attraktiver Weiterbildungsstrukturen zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs der Branche

• Erhöhung der Weiterbildungsbereitschaft bei Betrieben und Beschäftigten, insbesondere bei Frauen und förderwürdiger Personengruppen (wie Ältere, An- und Ungelernte und Beschäftigte mit Migrationshintergrund) im Garten- und Landschaftsbau

• Stärkere Verankerung einer Weiterbildungskultur in der Branche

• Förderung des lebenslangen Lernens bei den Beschäftigtengruppen: Fachkräfte, Führungskräfte, An- und Ungelernte, Quereinsteiger

• Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt auf Klimarelevanz und Biodiversität durch verstärkte Integration der Inhalte in die Weiterbildung der Branche

Zentral ist die Erprobung der Qualifizierungskonzepte sowie der anschließende Transfer in die Branche.

Ausgangslage:

Aufgrund der eher kleinen Betriebsgrößen in der Branche ist die Bedarfsplanung tendenziell weniger langfristig und Weiterbildungsaktivitäten nicht systematisch angelegt, sondern eher ad hoc induziert. Knapp über die Hälfte der Beschäftigten der Branche (52%) verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Dieser Facharbeiteranteil fällt im Branchenvergleich eher gering aus und auch die Ausbildungsquote von 7% sichert das benötigte Potenzial an Fachkräften einer Branche mit guten Zukunftsaussichten alleine nicht. Da der Anteil ausbildender Branchenbetriebe nur rund 29% beträgt, bedarf es zur Fachkräftesicherung verstärkter Weiterbildungsanstrengungen. Da im Branchenreport 66% der befragten Betriebe Rekrutierungsprobleme aufgrund fehlender Qualifikation der Bewerber und 55% zudem über generell zu wenige Bewerber klagen, ist es das erklärte Anliegen der Sozialpartner durch eine koordinierte Weiterbildungssystematik den absehbaren Bedarf an Fachkräften aus dem Reservoir der derzeit Beschäftigten zu gewinnen. Gerade der im Branchenvergleich überdurchschnittliche Anteil von 26% Beschäftigten ohne Berufsausbildung wie der hohe Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund (36%) beschreibt dieses brancheninterne Potenzial für qualifizierungsgestützte Berufsverläufe und stabile Beschäftigungschancen. Die von 60% der befragten Betriebe eingeschätzte Bedarfsentwicklung erstreckt sich hauptsächlich auf das Segment ausgebildeter Fachkräfte. Folglich setzen hier die Weiterbildungsinitiativen der Branche an, die jedoch aufgrund der Größenstruktur der Betriebe nur in einer von den Sozialpartnern getragenen Initiative organisiert werden kann.

Projektflyer