Gleichstellung 4.0 - Mit Chancengleichheit die Arbeit 4.0 gut gestalten

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Dieses Projekt wird als Gute-Praxis-Projekt eingestuft

Branche

branchenübergreifend


Projektdurchführung

SowiTra – Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer

Mahlower Str. 24

12049 Berlin

Projektleitung: Stefan Reuyß


Laufzeit

01.05.2019-30.04.2022


Durchführungsorte

  • Berlin

Handlungsfeld

  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure im Hinblick auf Chancengleichheit

Projektschwerpunkte

  • Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Konzepte zur Verbesserung der Aufstiegs- und Karrierechancen von Frauen
  • Qualifizierung von Schlüsselpersonen zu Weiterbildungsmultiplikatoren im Betrieb

Herausforderung der Branche

Um Diskriminierung am Arbeitsplatz und all seinen negativen Folgen entgegen zu wirken, unterstützen wir die weißensee kunsthochschule berlin bei der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich psychischer Belastungen und der Entwicklung einer Diversity Policy sowie diversity- und…

Um Diskriminierung am Arbeitsplatz und all seinen negativen Folgen entgegen zu wirken, unterstützen wir die weißensee kunsthochschule berlin bei der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich psychischer Belastungen und der Entwicklung einer Diversity Policy sowie diversity- und geschlechtergerechter Maßnahmen.

An der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (HfS) führen wir Coachings und Teamentwicklungen durch, die das Gefühl des Miteinanders verstärken und ein offenes, respektvolles und diskriminierungsfreies Arbeiten fördern.

Ziel ist, die Arbeitgeberattraktivität und die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten zu erhöhen.

Aufgrund der hohen Dichte an Hochschulen sowie dem auch in Berlin zunehmend bemerkbaren Fachkräftemangel ist es für die Hochschulen von immenser Bedeutung a) die bestehenden Mitarbeiter*innen zu halten und b) neue Mitarbeiter*innen zu gewinnen. Dazu ist es unbedingt erforderlich, ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich alle Beschäftigten, unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, physischen und psychischen Fähigkeiten, Ethnie, Religion, sexueller Orientierung oder sozialer Herkunft wohl fühlen. Es braucht eine Kultur, bei der ein gesundes wertschätzendes Miteinander für alle Mitarbeiter*innen im Vordergrund steht. Um diese Vielfalt im Arbeitsumfeld richtig zu managen und zu fördern, bedarf es einer langfristigen Verankerung. Dafür müssen feste Strukturen, Funktionen und Rollen geschaffen werden.

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Kurzbeschreibung des Projekts

Ausgangslage/Bedarfe:

Die aktuelle Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist bekanntermaßen stark geschlechtsspezifisch differenziert. Ursächlich hierfür sind v.a. die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeiten zwischen den Geschlechtern und eine Arbeitswelt, in der ein Sowohl-als-auch nicht…

Ausgangslage/Bedarfe:

Die aktuelle Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist bekanntermaßen stark geschlechtsspezifisch differenziert. Ursächlich hierfür sind v.a. die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeiten zwischen den Geschlechtern und eine Arbeitswelt, in der ein Sowohl-als-auch nicht immer gegeben ist.

Handlungsansätze:

Um dem entgegen zu wirken, soll betriebliches Gleichstellungsbemühen um neue Aspekte und neue Zielgruppen erweitert werden. Gleichstellung in den Unternehmen fokussiert vorrangig auf „Frauen und Karriere“ bzw. „Vereinbarkeit von Mutterschaft & Beruf.“ Diese nach wie vor wichtigen Handlungsfelder werden hier ergänzt: Zum einen sollen verstärkt Männer mit Sorgeverantwortung in den Blick genommen werden. Dies entspricht den Wünschen und Bedarfen von Vätern & pflegenden Männern, zugleich ermöglicht es ihren Partnerinnen eine frühere Rückkehr aus der Elternzeit oder ein höheres Arbeitsvolumen. Daneben soll der Fokus in den UN bzgl. Vereinbarkeit um den Aspekt „Pflege“ erweitert werden. Zudem rücken zwei bislang stark vernachlässigte, aber gleichsam hoch bedeutsame Gleichstellungsthemen in den Mittelpunkt unserer Beratungen: das Thema Entgeltdiskriminierung sowie das Thema sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz.

Wir bieten eine systemische Prozessbegleitung für eine gleichstellungsorientierte Personal- und Organisationsentwicklung: Qualifizierung, Begleitung, Beratung, Vernetzung und Analyse für Unternehmen in Berlin. In den Workshops, Fokusgruppen, Schulungen etc. werden mit kreativen und lösungsorientierten Techniken konstruktive Veränderungsprozesse in Gang gebracht und schriftliche Ergebnisse produziert (Anleitungen, Checklisten, Handlungsempfehlungen, Regelungen, UN-Leitbild, Vereinbarungen). Die Teilnehmer*innen werden zu Veränderungen befähigt.

Geplante Umsetzungsschritte:

1. Vereinbarkeit Beruf & Pflege: Workshops u. Seminare befähigen und sensibilisieren die betrieblichen Akteure von AG- und AN-Seite zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflegenden.

2. Diskriminierungsfreie Entgeltsysteme: Die TN werden in die Problematik sowie die Grundlagen der Nutzung des EG-Checks eingewiesen (learning-by-doing: angeleitete Durchführung).

3. Vereinbarkeit betrifft auch Männer: Über Qualifizierungsveranstaltungen werden Handlungskompetenzen und Fachwissen der betrieblichen Akteure auf- & ausgebaut. In Workshops und Fokusgruppen werden bisherige Aktivitäten auf Genderneutralität überprüft und ggf. neue entwickelt bzw. angepasst, die den Fokus auf Väter und pflegende Männer setzen.

4. Für faires Miteinander – gegen sexualisierte Belästigung: Die aktuelle Debatte zeigt, wie tabuisiert das Thema der sexualisierten Belästigungen noch ist. Es bedarf der Moderation, um das Thema in UN zu bearbeiten. Trainings qualifizieren die betrieblichen Akteure zur hochwertigen Beratung von Betroffenen im UN.

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Nachhaltigkeit und Transfer

Folgende Aspekte fördern die Nachhaltigkeit und den Transfer des Projekts:

  1. Erstellen von verbindlichen Vereinbarungen (Dienstvereinbarungen, Betreuungsvereinbarungen, Diversity Policy, uvm.)
  2. Transferworkshops für alle Mitarbeiter*innen
  3. Austausch mit den anderen künstlerischen Hochschulen
  4. Webse…

Folgende Aspekte fördern die Nachhaltigkeit und den Transfer des Projekts:

  1. Erstellen von verbindlichen Vereinbarungen (Dienstvereinbarungen, Betreuungsvereinbarungen, Diversity Policy, uvm.)
  2. Transferworkshops für alle Mitarbeiter*innen
  3. Austausch mit den anderen künstlerischen Hochschulen
  4. Webseite(n)
  5. Öffentlichkeitsarbeit
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Erfolgsfaktoren und Empfehlungen

Die folgenden Punkte erachten wir als die wesentlichen Erfolgsfaktoren:

  1. Gemeinsames Vorhaben der Leitung und des Personalrats
  2. Beteiligung aller relevanten Akteur*innen
  3. Partizipation als ernsthaftes Anliegen
  4. Klärung des Verhältnisses Betriebszweck versus Beteiligungsmöglichkeiten
  5. Bestimmung…

Die folgenden Punkte erachten wir als die wesentlichen Erfolgsfaktoren:

  1. Gemeinsames Vorhaben der Leitung und des Personalrats
  2. Beteiligung aller relevanten Akteur*innen
  3. Partizipation als ernsthaftes Anliegen
  4. Klärung des Verhältnisses Betriebszweck versus Beteiligungsmöglichkeiten
  5. Bestimmung der Handlungsfelder auf der Basis einer umfassenden Analyse
  6. Erlernen von Selbststeuerung
  7. Gleichstellung und Diversity sowohl implizit als auch explizit verhandeln
  8. Prozessoffenheit
  9. Auf Handlungs- und Strukturebene ansetzen
  10. Adäquate Ressourcenausstattung
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