Transfer von PE-Instrumente für kommunale Einrichtungen passgenau

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Branche

sonstige Dienstleistungen


Projektdurchführung

Philip Training

Inhaber Thomas Philip
Messe-Allee 2
04356 Leipzig

Projektleitung: Thomas Philip


Laufzeit

01.05.2020 - 30.06.2022


Durchführungsorte

  • Halle

Handlungsfeld

  • Aufbau von Personalentwicklungsstrukturen

Projektschwerpunkte

  • Aufbau überbetrieblicher Weiterbildungsstrukturen/-netzwerke
  • Konzepte zur Qualifizierung von älteren Beschäftigten
  • Konzepte zur Qualifizierung von Geringqualifizierten
  • Konzepte zur Qualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Qualifizierung von Schlüsselpersonen zu Weiterbildungsmultiplikatoren im Betrieb

Kurzbeschreibung des Projekts

Sachsen-Anhalt (SA) fehlen zukünftig 40t Fachkräfte. 70% der Unternehmen (UN) sehen den Fachkräftemangel als das größte wirtschaftliche Risiko. (Aussage IHK Magdeburg). Für die Region SA verschärft sich dies - Rückgang der absoluten Arbeitslosenzahlen von 10,1% in 2015 auf 7,9% in 2018.
Diese Herausforderungen erfordern Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. In den Stadtwerke Halle-Unternehmen (SWH-UN) stieg die Mitarbeiterzahl von 2634 Mitarbeitern (MA) im Jahr 2014 auf 2872 im Jahr 2017. Es gilt Prozesse zukunftsfähig zu steuern, Arbeitsplätze zufriedener zu gestalten sowie Menschen gesundheitsstärkend zu führen und zu entwickeln.
Das SE spielt eine immer wichtigere Rolle dabei. 25% der Befragten empfinden ein zunehmendes Unsicherheitsgefühl gemäß BKA 2017. 2012 waren es 5% weniger.
In SA ist der größte Anteil furchtsamer Personen mit 30% (Vgl. Hessen 17%). Obwohl die Straftaten seit 2012 weniger werden, nehmen die Gewaltdelikte stetig zu. 5.765 Gewaltdelikte im Jahr 2016 – ein Anstieg um knapp 10%. In der Stadt Halle konzentriert sich die Gewalt auf Brennpunkte – gepaart mit einem sinkenden SE. 4 betroffene SWH-UN wollen dem mittels aktiver PE entgegnen.
Die zentralisierte PE-Abteilung der SWH Gruppe hat dabei die Aufgabe zukunftsweisende PE-Methoden einzuführen.
Dies entspricht der für dieses Projekt extra abgeschlossenen Sozialpartnervereinbarung. „Sicherung der Arbeitsplätze und Beschäftigungsfähigkeit“, „betriebsübergreifende Initiativen in den Betrieben“ und „Kooperationen in der Weiterbildung (WB)“ werden in den Vordergrund gestellt und angesichts der neuen Lage zur Stärkung der WB-Kultur analysiert –
Als neuer Indikator für Zufriedenheit bei der PE-Arbeit wird mit dem „Konzept zur Steigerung der Attraktivität und des SE in kommunalen Einrichtungen der SWH für Angestellte“ das SE berücksichtigt.
Von der Lage betroffen und aus unterschiedlichen Branchen kommend, haben sich 4 SWH-UN für das Projekt entschieden:

  1. Bäder Halle GmbH
  2. Maya mare GmbH & Co. KG
  3. Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
  4. Hallesche Verkehrs-AG

 

Branche Bäderbetriebe (Nr. 1 und 2):

  • wachsende Besucherzahlen (20375 Besucher 2017 / 34874 Besucher 2018)
  • weniger Bäderbetriebe (Rückgang von 221 auf 210 Bäder in Sachsen-Anhalt in 18 Jahren
  • mehr Straftaten (2017: 170 / 2018:241)

 

Branche Abfallentsorgung (Nr. 3):

  • Konfliktthemen Wertstoffhof: umweltgerechte Entsorgung, feste Zeiten, Entgelt für Sondermüll
  • hoher Kundenandrang führt zu Wartezeiten und Stau
  • Unmut der ortsansässigen Bürger steigt durch Müllsammler
  • 940 Vorfälle 2018 zu 476 Vorfälle 2017

 

Branche ÖPNV (Nr. 4):

  • veränderte Konfliktsituationen
  • mehr Beleidigungen und Tätigkeiten gegenüber Fahrer (20% mehr / derzeit 300 Vorfälle) dafür weniger „Erschleichen von Leistungen“
  • steigende psychische Belastung für AN (Arbeitnehmer)

Es gilt angesichts der Ausgangslage bewährte PE-Instrumente aus den bestehenden ESF-Projekten einzubinden.