Gleichstellung innovativ sozialpartnerschaftlich entwickeln

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Branche

verarbeitendes Gewerbe


Projektdurchführung

BV Arbeit und Leben Niedersachsen Ost gGmbH

Chemnitzer Straße 33
38226 Salzgitter

Projektleitung:
Sandra Carter (Gleise)

Susanne Kundolf (TraM)


Laufzeit

01.09.2019 - 31.08.2021


Durchführungsorte

  • Braunschweig
  • Hannover
  • Salzgitter
  • Wolfsburg

Handlungsfeld

  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure im Hinblick auf Chancengleichheit

Projektschwerpunkte

  • Konzepte zur Implementierung von Diversity-Management
  • Konzepte zur Verbesserung der Aufstiegs- und Karrierechancen von Frauen

Kurzbeschreibung des Projekts

Ziel des Projekts ist es, Best Practice Modelle und Konzepte zur Verbesserung der Gleichstellung und Chancengleichheit für die Umsetzung in Unternehmen zu identifizieren, diese zu erproben, abschließend zu evaluieren und nachhaltig zu implementieren. Zielgruppe der Maßnahmen sind weibliche An-/Ungelernte, Fachkräfte und Führungskräfte, die im produzierenden Gewerbe tätig sind. Auch Modelle, die generell der besseren Vereinbarung von Beruf und Privatleben dienen, stehen im Fokus. Für eine Übertragbarkeit der Ergebnisse werden konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Projektlots(inn)en werden als „Prozessbegleiter(innen) für Gleichstellung und Chancengleichheit“ fortgebildet, sodass nachhaltige Strukturen und Ansprechpartner in den Betrieben auch nach Projekteende bestehen bleiben. Regionaler Schwerpunkt des Projekts ist Südostniedersachsen.

Die Ausgangslage: In Niedersachsen betrug die allgemeine Beschäftigungsquote im Jahr 2018 59,4 %, bei Frauen 55,1 %. Im produzierenden Gewerbe liegt der Anteil der weiblichen Beschäftigten in Braunschweig hingegen bei 9,2 %, in Salzgitter bei 26,4 % und in Wolfsburg bei 40,0 % (vgl. LSN online, 30.06.2018). Zusätzlich üben Frauen im produzierenden Gewerbe überproportional häufig einfache Tätigkeiten aus. Bei qualifizierten Tätigkeiten nach Hochschulabschluss sowie auf der obersten Führungsebene sind sie nach wie vor unterrepräsentiert. Der Frauenanteil stagniert hier bei 25 Prozent (Beschäftigungstrends 2018 Niedersachsen). Das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der „Allianz für die Region“ zum „Wiedereinstieg in den Beruf“ von Frauen zeigt zudem: praktisch alle Befragten wünschen den Wiedereinstieg in den Beruf. Die Hürden sind: fehlende Qualifikationen und Kinderbetreuung, wenige Teilzeitstellen sowie mangelnde Kenntnisse der Möglichkeiten. Das Fazit der Studie: „Es müssen Brücken gebaut werden zwischen den Zielgruppen und den passenden Unterstützungsangeboten auf der einen sowie den Unternehmen auf der anderen Seite.“

Projektflyer